20 Jahre Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus


Am 8. April 2016 feierte die Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus Bünde ihr 20-jähriges Bestehen.

„Ich habe schon auf Sie gewartet!“ Immer wieder werden die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Hospizgruppe so von Sterbenden oder deren Angehörigen begrüßt, wenn sie zu ihrem wöchentlichen oder täglichen Einsatz kommen.

„Wie schön, dass Sie gekommen sind!" So wurden jetzt viele der Gäste der Jubiläumsfeier empfangen: Vertreter von Stadt und Kreis, MitarbeiterInnen des Lukas-Krankenhauses, aktive und ausgeschiedene ehrenamtliche HospizmitarbeiterInnen, VertreterInnen benachbarter Hospizgruppen und anderer Kooperationspartner. Sie alle waren gekommen, um sich auszutauschen und zu feiern, dass die Hospizarbeit in Bünde nun 20 Jahre alt geworden ist.

Den Anfang des Festes machte ein Dankgottesdienst, den Krankenhauspfarrer Hanno Paul als Mitbegründer der Gruppe hielt. Dann erzählten nach Grußworten und dem sich anschließenden Kaffeetrinken einige der Ehrenamtlichen sehr bewegend von ihren Einsätzen und ihrer Freude, Menschen am Sterbebett Trost und Beistand geben zu können.

Hospizgruppe

Begonnen hatte alles mit der Idee, den schwerkranken Menschen im Lukas-Krankenhaus ein würdevolles und humanes Sterben zu ermöglichen. Damals, 1996, hatten sich die Pflegedienstleitung, die ärztliche Leitung, der kaufmännische Direktor, die Seelsorge sowie weitere engagierte Mitarbeitende aus Pflege, Medizin und Sozialarbeit am Lukas-Krankenhaus zusammengesetzt und gemeinsam überlegt, wie dieses Ziel zu erreichen sei. Als Konsequenz daraus wurde u.a. im selben Jahr die Hospizgruppe gegründet sowie drei Jahre später die Palliativstation aufgebaut.

An all das knüpfte Prof. Dr. Traugott Roser, evangelischer Theologe, Pfarrer und Hochschullehrer, an, als er als Festredner einen sehr lebendigen und interessanten Vortrag zum Thema "Resilienz in der Sterbebegleitung" hielt, den er durch seine eigenen Erfahrungen - er leitete u. a. das Projekt „Seelsorge in der Palliativmedizin“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München - sehr praxisnah untermauerte.

Der Ausklang des Festes geschah ganz nach Wunsch und Interesse bei Sekt und Fingerfood, im Gespräch an vier Thementischen zu den Themen: 1. Hospizgruppe und Sterbebegleitung; 2. Trauerangebote: Gesprächskreis und Trauerwandern; 3. Befähigungskurse zum Einstieg in die ehrenamtliche Hospizabeit und 4. Hospiz macht Schule oder beim gemeinsamen Ansehen der durchlaufenden Fotoshow.

Und im Nachhinein freuten sich die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen über das gelungene Fest.

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