Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen einige Fragen beantworten, die häufig an uns gestellt werden.
Die Zielsetzung der Hospizgruppe ist es, Sterbenden die letzte Phase ihres Lebens zu erleichtern. Das Angebot richtet sich deshalb an alle Menschen, die sich in dieser letzten Lebensphase befinden und denen es gut tut, wenn jemand bei ihnen ist. Weltanschauung, Religionszugehörigkeit oder Nationalität spielen dabei natürlich keine Rolle.
In der Regel sind es die Angehörigen oder Pflegekräfte, die sich an die Hospizgruppe wenden, z.B. wenn ein Sterbender in Anwesenheit einer Person offensichtlich ruhiger und entspannter wird und die Angehörigen nicht immer anwesend sein können oder kaum Angehörige vorhanden sind.
Die Mitglieder der Gruppe besuchen - je nach Situation - die/den Sterbende/n sowohl im Krankenhaus oderim Pflegeheim als auch in der Wohnung. Ein enger Kontakt zu den Angehörigen ist ausdrücklich erwünscht, einmal, um Vorlieben und Abneigungen der/des Sterbenden kennen zu lernen und den zeitlichen Rahmen derBetreuung sinnvoll zu gestalten, zum anderen aber auch, um den Angehörigen als Ansprechpartner zurVerfügung stehen zu können (z. B. bzgl. Verlusterfahrungen).Zum Seitenanfang
Mitglied der Gruppe kann prinzipiell jede/r Erwachsene werden. Wichtige Voraussetzungen zur Mitarbeit sind:
Ungefähr alle drei Wochen treffen wir uns in unserer Gruppe. Offiziell eröffnet einer oder eine unserer Koordinatoren unser Treffen mit einer kurzen Begrüßung und einem Überblick über die Tagesordnung. Wenn neue Mitglieder uns besuchen, worüber wir uns immer sehr freuen, bekommen sie die Möglichkeit, sich vorzustellen. Danach stellen sich die Gruppenmitglieder dem neuen Mitglied kurz vor (Neueinsteiger keine Angst: die vielen Namen kann man sich auf einmal nicht merken, das kommt im Laufe der Zeit schon, wenn man sich untereinander in aller Ruhe kennen lernt).
Ein wichtiger Punkt bei den Treffen ist natürlich die Auswertung der Begleitungen, d.h. die Mitglieder, die zur Zeit einen schwerkranken oder sterbenden Menschen begleiten, erzählen in der Gruppe von diesem und von den Erfahrungen, die sie in der Begleitung gemacht haben. So haben auch die anderen ständig einen Überblick über die laufenden Begleitungen, wir können Fragen stellen und sprechen über die Probleme die auftauchen.
Darüber hinaus befassen wir uns meistens mit einem bestimmten Thema, das uns interessiert und das vorher feststeht, z.B. "Umgang mit Angehörigen", "Wie gehe ich mit verwirrten Patienten um?", "Nahtoderlebnisse", "Patientenverfügung", "Trauer" und vieles mehr. Häufig haben wir auch Referenten zu Gast, die uns von ihrer Arbeit erzählen, wie z.B. Betreuer, Psychologen, Bestatter, Trauerredner, Pfarrer und viele andere Fachleute mehr.
Abgerundet wird ein Treffen häufig durch eine Andacht, die je nach Tagesordnung am Anfang oder Ende steht, jemand liest einen kurzen Vers, ein Gedicht oder eine Geschichte, die ihm wichtig geworden ist.
Selbstverständlich unterliegt alles, was mit den Begleitungen zusammenhängt, unserer Schweigepflicht. Da verlässt nichts Vertrauliches die Gruppe. Das bedeutet aber nicht, dass wir ansonsten große Schweiger sind, wir reden während der Gruppensitzungen sehr viel (manchmal zum Leidwesen unserer Koordinatoren zu viel...), es ist häufig ernst, aber es wird auch viel gelacht.
Wir möchten jeden, der Interesse an der Hospizarbeit hat, herzlich einladen und ermutigen, uns zu besuchen und es einfach mal zu versuchen. Wir freuen uns auf Sie! Zum Seitenanfang
Die Hospizgruppe gehört organisatorisch zum Ev. Krankenhaus Bünde und es gibt in ihr viele christlich orientierte Menschen. Sie ist aber offen für Menschen aller Weltanschauungen, denn auch die Menschen, denen wir unsere Begleitung anbieten, haben vielfältige weltanschauliche Hintergründe.Zum Seitenanfang
Da die Gruppe ehrenamtlich arbeitet, entstehen für die Menschen, die sie in Anspruch nehmen, keine Kosten. Über Spenden freuen wir uns natürlich. Zum Seitenanfang
Einen Großteil der aktuellen Kosten trägt das Lukas-Krankenhaus, indem es Mitarbeiter stundenweise für diese Arbeit freistellt, seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und Sachmittel wie Telefon und Porto trägt (wobei inzwischen die gesetzlichen Krankenkassen einen Teil dieser Kosten refinanzieren). Die zweite wichtige Finanzquelle (z.B. für Referenten, Öffentlichkeitsarbeit und Fahrtkosten) sind Spenden. Schließlich hat sich im Jahr 2000 ein Förderverein für das Lukas-Krankenhausgegründet, der als einen Schwerpunkt die Förderung der dortigen Hospizarbeithat. Zum Seitenanfang
Wie Sie uns erreichen, erfahren Sie auf der folgendenSeite. Wenn Sie uns anrufen, haben Sie bitte keine Angst vor dem Anrufbeantworter, wir rufen gernzurück. Zum Seitenanfang
Die Betreuung eines Sterbenden und seiner Angehörigen ist sehr unterschiedlich und hängt ganz von den jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen des besuchten Menschen ab. Sie kann in der schweigenden Anwesenheit bestehen oder darin, mit ihm oder ihr durch den Raum zu gehen. Sie kann das Vorlesen umfassen, gemeinsame Gebete, kurze oderlange Gespräche oder auch mal ein Lied. Sie kann in gemeinsamer Anwesenheit mit Verwandten bestehen oder gerade darauf zielen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einmal zurückziehen zu können. Sie kann über Monate gehen oder nur einige Stunden dauern. Ihr Ziel ist es, die Besuchten nach Möglichkeit auf irgendeine Weise zu entlasten. Im übrigen endet sie auch nicht unbedingt immer mit dem Tod des Besuchten. Manche, bei denen wir waren, haben sich wieder erholt und leben noch immer. Zum Seitenanfang
Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, was man unter Sterbehilfe versteht; denn
die Gruppe versucht, Hilfe beim Sterben zu leisten, lehnt aber aktive Hilfe zum
Sterben wie der Großteil der Hospizbewegung ab.
Der Wunsch zu sterben ist etwas Natürliches. Manche Menschen begleitet er durch weite
Phasen ihres Lebens. Dabei hat er immer Anteile, die auf die Zerstörung der Person
gerichtet sind, und andere, die nur das Ende einer bestimmten Belastung herbeiwünschen, auf
ein besseres Leben zielen und damit selbst Ausdruck der Kräfte sind, die leben
wollen.
Die Situation in der letzten Lebensphase ist keine grundlegend andere. Auch wenn der Wunsch
zu sterben vielen Menschen hier einleuchtender als sonst erscheint, hängt seine
Stärke doch entscheidend davon ab, als wie angenehm oder unerträglich die
augenblickliche Situation empfunden wird. Deshalb erscheint es uns auch unabhängig von der
Rechtslage, die jede Form der "Tötung auf Verlangen" unter Strafe stellt, als
menschlicher, die Lebensqualität eines schwer kranken Menschen zu verbessern,
als ihm zu helfen, sein Leben zu verkürzen.
Die Grundlage einer solchen Verbesserung der Lebensqualität ist eine vernünftige
medizinische Betreuung (einschließlich einer guten Schmerzkontrolle und ausreichender
Bekämpfung von anderen Symptomen wie Atemnot und Übelkeit). Diese wichtige Aufgabe
leisten wir natürlich nicht als Gruppe Ehrenamtlicher, sondern innerhalb des
Krankenhauses hat sich darauf die Palliativ-Station spezialisiert. Bei Betreuungen außerhalb
des Krankenhauses ermutigen wir Angehörige und Patienten, eine entsprechend
effektive medizinische Behandlung einzufordern.
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Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus Bünde.
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