Kommentierte Literaturliste

Diese Liste entstand, als wir in der Gruppe überlegten, welche Bücher wir jeweils für diese Arbeit hilfreich fanden. Dementsprechend individuell sind die damit verbundenen Einschätzungen. Mögen sie zur eigenen Auseinandersetzung anregen.

Baßler, M., Warum gerade mein Bruder? Hamburg 1992. Kinder und Jugendliche trauern anders. Erfahrungen und Mitteilungen junger Menschen über ihren Umgang mit Trauer.

Beutel/Tausch (Hg.), Sterben, eine Zeit des Lebens. 4. Aufl. Stuttgart 1996. Handbuch der Hospizbewegung. Ärzte, Schwestern, Psychologen, Theologen und Laienhelfer, die sich in der Hospizbewegung engagieren, reflektieren ihre Erfahrungen, stellen die in der Bundesrepublik schon vorhandenen Hospizmodelle vor und geben viele praktische Hinweise, die die Angst vor dem Umgang mit Sterbenden und Angehörigen mindern können.

Böke, H. / Thuroe-Knudsen, L. / Müller., M. (Hg.), Nach innen wachsen. Patmos Verlag. Angeregt durch eine Kunsttherapeutin malt ein an Krebs erkrankter Mann in der Mitte seines Lebens Bilder, die ihm helfen, seine Gefühle auszudrücken. Dieses sehr anrührende Buch beinhaltet diese Bilder, ihre Interpretation und Informationen zu ihrer Entstehung.

Bonhorst, B., Lass mich los, aber nicht allein. Fischer Verlag. Dieser Ratgeber zur Sterbebegleitung umfasst alle denkbaren Gesichtspunkte bei der Beantwortung der Frage, welche Ängste, Wünsche und Bedürfnisse Sterbende und ihre Angehörigen haben und wie ein liebevolles Abschiednehmen möglicher werden kann.

Canacakis, J., Ich begleite dich durch deine Trauer. Kreuz-Verlag. Dieses Buch ist ein Brief an Trauernde, gleich welchen Ursprung ihre Trauer hat. Es berücksichtigt alle Arten von Verlust und Abschied. Der Leser wird mitfühlend auf seinem Weg durch den Schmerz hindurch begleitet, wobei er zusätzlich noch leicht verständliche Anleitungen zu verschiedenen Meditationen und Imaginationsübungen erhält.

Donnelly, E., Servus Opa, sagte ich leise. dtv junior. Michael ist zehn Jahre alt und erlebt das Sterben seines geliebten Opas. Ein Kinderroman von der Liebe eines Jungen zu seinem Großvater.

Ebert, A. / Godzik, P. (Hg.), Verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. Hamburg 1993. Buch mit vielen interessanten Materialien zur Vorbereitung einer Gruppe Ehrenamtlicher für die Sterbebegleitung.

Fynn, Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna. Scherz Verlag. Die mit acht Jahren verstorbene Anna kannte mit fünf Jahren den Sinn des Lebens und wusste, was Liebe ist. Auf viele Fragen des Lebens hat sie ihre eigenen Antworten. Von ihren bemerkenswerten Denk- und Handlungsweisen können auch für Erwachsene interessante Impulse ausgehen.

Grün, A., Bis wir uns im Himmel wiedersehen. Stuttgart 1997. Ein aus eigenem Schmerz heraus anteilnehmender Seelsorger schreibt aus seiner Erfahrung im Umgang mit der Trauer beim Abschied von einem geliebten Menschen.

Grün, A., Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte. Amseln Grün betrachtet sein Leben, als habe er zum letzten Mal die Chance, etwas zu tun und zu sagen, etwas zu geben und zu entscheiden. Eine Übung, die dem Weiterleben einmaligen Wert verleiht.

Haak, R., In Tagen der Trauer. Lahr 1995. Ein erstes Bewusstmachen der Trauer durch den Verfasser.

Härtling, P., Oma. Beltz und Gelberg. Die Geschichte von Kalle, der fünfjährig seine Eltern verliert und von seiner Großmutter aufgenommen wird. Kalle ist 10 Jahre, als Oma erkrankt. Da zeigt sich, dass auch Oma Kalle braucht.

Hahne, P., Leid, warum lässt Gott das zu?. 17. Auflage Stuttgart 1996. Der Autor gibt in Kurzfassung eine biblische Hinführung zum Trost im Leid.

Hein, Ch., Mama ist gegangen. Ullas Mama wird krank und stirbt kurze Zeit später. Von da an müssen Ulla, ihre Brüder und ihr Vater ohne sie zu Recht kommen. Es beginnt für sie alle ein neues Leben.

Jerzneizig, R. u.a., Leitfaden zur Trauertherapie und Trauerberatung. 2. Aufl. Göttingen 1994. Ein gutes Buch über die Grundlagen des Trauerns, die Gefahren und Komplikationen und die Möglichkeiten zur Hilfe.

Kranendonk, A., Vom Weinen kriegt man Durst. Hugo ist Joris Lieblingsonkel und ein prima Fußballspieler. Aber Hugo ist sehr krank. Joris wünscht sich so sehr, dass er wieder gesund wird. Er muss Joris doch zeigen, wie er der beste Torwart der Klasse werden kann.

Kübler-Ross, E., Die unsichtbaren Freunde. Zürich 1998. Wertvolle Erzählung für Kinder und interessierte Erwachsene zur Tod- und Trauerbewältigung von Kindern, die oft spirituell reagiern.

Kübler-Ross, E., Intervies mit Sterbenden. Gütersloh 1996. Der Klassiker, immer noch sehr lesenswert zu den sogenannten Sterbephasen und den Bedürfnissen Sterbender.

Kübler-Ross, E., Leben, bis wir Abschied nehmen. 4. Aufl. Stuttgart 1998. Bedeutungsvolle und mit eindrucksvollen Fotos versehene Beispiele aus der therapeutischen Arbeit mit Sterbenden.

Küber-Ross, E., Reif werden zum Tod. 7. Aufl. Stuttgart 1995. Ein Wegweiser zur Reife für Leben und Sterben aus dem Erleben der Autorin im Umgang mit Sterbenden und dem Tod.

Lammer, K., Trauer verstehen: Formen - Erklärungen - Hilfen. Neukirchen - Vluyn 2004. Eine gute allgemein verständliche Zusammenfassung des aktuellen Standes der Trauerforschung mit den Bereichen: Formen - Wie wird getrauert?; Erklärungen - Warum und worum wird getrauert?; Hilfen - Wie wird Trauer bewältigt. Ein praxisnaher Überblick.

Longaker, C., Dem Tod begegnen und Hoffnung finden. - Die emotionale und spirituelle Begleitung Sterbender. Ein sehr anregendes Buch, das alte buddhistische Weisheit und moderne westliche Erfahrung zusammenbringt und reflektiert.

Lückel, K., Begegnung mit Sterbenden. München 1994. Lebendige Beispiele aus der Praxis eine Pfarrers und Gestalttherapeuten.

Müller, M., Dem Sterben Leben geben.Gütersloh 2004. Die Begleitung sterbender und trauernder Menschen als spiritueller Weg. Die Autorin erzählt und reflektiert eine Vielzahl selbst erlebter Beispiele aus der Begleitung, berichtet über sehr menschliche, anziehende Begegnungen und spürt dem nach, was wirklich trägt, wenn uns das Unausweichliche trifft.

Noll, P., Diktate über Leben und Tod. München 1999. Diktate eines Jura-Professors, der bei Blasenkrebs von vornherein die kausale Behandlung ablehnt, weil er sich seine Freiheit so lange wie möglich erhalten will. Mit einer Totenrede von Max Frisch.

Oeyen, W., und Kaldhol, M., Abschied von Rune. Sara muss Abschied von Rune, ihrem besten Freund, nehmen. Er ist beim gemeinsamen Spiel am Wasser ertrunken.

Rest, F., Den Sterbenden beistehen. Wiesbaden-Heidelberg 1998. Ein Buch mit vielen Infos zu den Bedürfnissen Sterbender und vielen gedanklichen Übungen auch zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben.

Rienecker, F., Das Schönste kommt noch. Wuppertal 1998. Erfahrungen und Beobachtungen des Autors angesichts des Todes. Im Licht der Bibel nimmt er Stellung zu Fragen des Erlöstseins und Nichterlöstseins im Leben nach dem Tod und zieht hieraus seine Schlussfolgerungen.

Röders,M., Sterben. Regensburg. Dieses Buch sagt uns, wie einmalig die Schöpfung ist und wie kostbar unser Leben. Es zeigt den Weg zu innerem Frieden, zu göttlicher Liebe und vollkommener Freude und beantwortet viele Fragen zum Tod. Für eine Begleitung ist es sehr hilfreich.

Salzbrenner, R., Auf einem Regenbogen. Erlangen 1995. Gedichte über Empfindungen und Gedanken in der Trauer.

Saunders, C., Hospiz und Begeleitung im Schmerz. Freiburg 1999. Gut lesbares Buch über die Hospizbewegung in England und die Grundthemen der Sterbebegleitung.

Schmitt, E-E., Oskar und die Dame in Rosa. Unerschrocken und ohne falsche Sentimentalität begegnet Schmitt der schlimmsten Vorstellung - Krankheit und Tod eines Kindes - und macht mit seiner Erzählung über die Kraft der Liebe und des Lebens Mut, einer solch undenkbaren Situation offen zu begegnen.

Schultze-Berndt, H., Ein Leben nach dem Tod? (Antworten auf eine alte Frage). Nettetal 1992. Eine Kurzbetrachtung zur Schöpfung und ihrer Vollendung.

Stark, U., Kannst du pfeifen, Johanna? Fischer Schatzinsel. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, der sich im Altenheim "seinen Opa" sucht. Bis zu dessen Tod lernen beide, dass sie sich viel zu geben haben.

Tausch, A. / Tausch, R., Sanftes Sterben. Rowohlt Verlag. Thema dieses Buches ist die Frage, wie wir lernen können, angstfreier mit Sterben und Tod umzugehen. Aus persönlicher Betroffenheit (die Autorin litt unter Brustkrebs und ist hieran auch gestorben) schildern die Verfasser zunächst ihre persönlichen Erfahrungen mit Tod und Sterben. Der zweite Teil berichtet von Erlebnissen, die Angehörige und medizinische Helfer bei der Begleitung Sterbender haben. Zum Schluss erzählen Menschen davon, wie sie sich in einer geleiteten Meditation ihr eigens Sterben vorgestellt haben.

Uffmann, A., Trauern und leben: Begleitung durch die Landschaften der Trauer. Stuttgart 1998. Die Autorin beschreibt im ersten Teil des Buches mit einfühlsamen, anregenden Bildern die Welt des Trauerns als ein Land mit vielen Landschaften und bietet im zweiten Teil einfache Übungen zur Hilfe und Selbsthilfe.

Valey, S., Leb wohl, lieber Dachs. Anette Betz Verlag. Eigentlich ein Kinderbuch, das aber sehr verständnis- und liebevoll erzählt, wie man das Loslassen eines Liebgewonnenen besser verstehen kann. Denn jeder hinterlässt seine eigenen Abschiedsgeschenke.

Wilber, K., Mut und Gnade. München1996. Selbstbericht eines Ehepaares über den Umgang mit dem Brustkrebs der Frau. Eine innere Auseinandersetzung mit der eigenen Betroffenheit von Krankheit und Tod, beeinflusst von einer vom westlichen Buddhismus geprägten Spiritualität. Mit einem Menschenbild, welches in vieler Hinsicht auch für Christen die Auseinandersetzung lohnt.

Wölfling, M.-L., Komm, gib mir deine Hand (Briefe an mein sterbendes Kind). Freiburg 1993. Persönliche sensible Rechenschaft über die Sterbebegleitung beim eigenen 10-jährigen Kind und die Bewältigung der Trauer.

Zacher, Chr., Wir treffen uns wieder in meinem Paradies. Gustav Lübbe Verlag. Die 15-jährige Isabell kämpft gegen den Krebs und bereitet schließlich ihre Familie auf ihren Tod vor in der Hoffnung, auch den anderen die Angst vor dem Tod zu nehmen.

Zeevaret, E., Ein Meer voller Sterne. Dressler Verlag. Ein sehr gefühlsintensiver Briefwechsel zweier 10- jähriger Mädchen, die sich noch nie zuvor gesehen haben. Als Katharina an Krebs erkrankt, nimmt Nele eine ganz wichtige Position in ihrem Leben ein.