Grundsätze zur Sterbebegleitung am Lukas-Krankenhaus Bünde

Zu Beginn der überlegungen, die Sterbebegleitung am Lukas-Krankenhaus neu zu reflektieren, hat im Frühjahr 1996 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe folgende Grundsätze aufgestellt, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben:

1. Das Lukas-Krankenhaus Bünde fühlt sich den Grundsätzen der Hospiz-Arbeit der Hospiz-Arbeitsgemeinschaft in Nordrhein-Westfalen verpflichtet.

2. Insbesondere stellt der folgende Passus aus der Erklärung der US-amerikanischen Hospizbewegung auch die Grundlage unserer Sterbebegleitung dar: "Hospize bejahen das Leben. Hospize machen es sich zur Aufgabe, Menschen in der letzten Phase einer unheilbaren Krankheit zu unterstützen und zu pflegen, damit sie in dieser Zeit so bewusst und zufrieden wie möglich leben können. Hospize wollen den Tod weder beschleunigen noch hinauszögern. Hospize leben aus der berzeugung und der Hoffnung, dass sich Patienten und ihre Familien soweit geistig und spirituell auf den Tod vorbereiten können, daá sie bereit sind, ihn anzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass eine angemessene Pflege gewährleistet ist und es gelingt, eine Gemeinschaft von Menschen zu bilden, die sich der Bedürfnisse der Sterbenden verständnisvoll annehmen."

3. Von daher teilen wir auch den Grundsatz der Hospizarbeit: "Die persönlichen Wünsche und körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse des sterbenden Menschen stehen im Mittelpunkt."

4. Wir unterstützen ebenfalls die Konsequenzen, die die Hospizarbeitsgemeinschaft daraus zieht:

5. Bei all dem sind wir uns bewusst, dass Sterben ein Prozess ist, der sich letztlich unserer Verfügbarkeit entzieht. Wir können das "gute Sterben" nicht machen. Aber wir können Bedingungen schaffen, die das Leben in seiner letzten Phase erleichtern.

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